Webdesign
Webdesign ist in erster Linie Vertrauenssache. Leider gibt es bis heute kein staatlich anerkanntes Diplom für Webdesign, so dass jeder, der in irgendeiner Form Webseiten "zusammenbasteln" kann sich Webdesigner nennen darf.
Das macht es dem Laien schwer festzustellen, ob ein Webdesigner gut oder schlecht ist. Die Tatsache, dass eine Webseite gut aussieht bedeutet lediglich, dass der Grafiker einen guten Job gemacht hat - sagt aber nichts über die Programmierung der Webseite aus.
Und so beweihräuchern sich viele Webdesign-"Profis" mit Schlagwörtern wie "professionelles Webdesign", "barrierefreis Webdesign", etc. ohne eine Ahnung zu haben, was das bedeutet, geschweige denn, wie man sichere, suchmaschinenoptimierte und bedienfreundliche Webseiten erstellt.
Es gibt aber ein paar Kriterien, anhand denen Sie leicht erkennen können, ob ein Webdesigner sein Fach beherrscht. Nehmen Sie dazu einfach die Seite eines Webdesigners, den Sie für einen Job ins Auge gefasst haben.
Der Quelltext der Webseite zeigt bereits die ersten möglichen Fehler. Um den Quelltext einer Seite zu sehen drücken Sie im Firefox einfach die Tastenkombination "Strg" "u" oder gehen Sie über das Menü auf "Ansicht" und dann "Quelltext anzeigen". Dieser Menüpunkt sollte in so gut wie jedem Browser in ähnlicher Form vorhanden sein.
Wenn Sie im Quelltext haufenweise sogenannte Tags wie <table><tr><td> sehen, hat der Webdesigner keine Ahnung von aktuellem Webdesign, denn heute nimmt man Tabellen höchstens noch um Informationen tabellarisch darzustellen - dafür sind sie schließlich auch erdacht worden...
Der eigentliche Seiteninhalt sollte möglichst weit oben im Quelltext stehen, damit Google möglichst schnell an den Inhalt kommt. Je weiter oben etwas steht, desto wichtiger stuft es die Suchmaschine ein. Wenn Sie bei dieser Seite beispielsweise das CSS abschalten, sehen Sie den Text als erstes - so sieht auch Google die Seite.
Gebilde wie <!--eof-head --> zeigen meistens, dass es sich der Webdesigner leicht gemacht hat und ein sogenanntes CMS (Content-Management-System) eingesetzt hat. Diese Tags erscheinen lediglich im Quelltext und sorgen für längere Übertragungszeiten und mehr Traffic auf dem Server.
Wenn Sie bei dieser Webseite in den Quelltext schauen, werden Sie feststellen, dass alles in einer Zeile steht, da sogar Zeilenumbrüche nicht mit übertragen wurden - das ist für den Browser völlig egal, spart aber Übertragungszeit und Traffic.
Dann sollten Sie sich die Linkstruktur der Webseite anschauen. Finden Sie in der Adressleiste Fragezeichen oder Gleichheitszeichen hat sich der Webdesigner nicht die Mühe gemacht, die URLs der dynamischen Seite umzuschreiben oder er hat schlicht weg keine Ahnung wie das geht. Google indiziert zwar auch URLs wie www.domain.de/index.php?content=angebot, besser sind aber URLs wie www.domain.de/angebot.html
Und der letzte aber wichtigste Punkt: Schafft es der Webdesigner validen, also fehlerfreien Code zu schreiben. Um das herauszufinden gibt es kostenlose Online-Validatoren, die eine schlampige Programmierung schnell aufdecken. Wenn Sie mehrere Webdesigner für einen Job ins Auge gefasst haben, geben Sie einfach mal die Webseiten-Adresse eines Webdesigners in das Eingabefeld unten ein und klicken Sie auf "Validieren". Sie werden sehen, wie schnell sich "Weizen und Spreu" trennen...



